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Wo war die Berliner Mauer?

Gedenkstätte GrenzturmIn diesem Herbst jähren sich der Fall der Mauer am 09. November und das Ende des DDR-Regimes zum 25. Mal. Berlin als Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands war besonderer Brennpunkt des Kalten Krieges. Hier erlebten die Menschen die Teilung des Landes besonders deutlich und sie beeinflusste das Leben der Berliner unmittelbar. Viele Berlinbesucher fragen sich, wo denn die Mauer nun eigentlich stand und besonders die nachgewachsene Generation kann sich eine geteilte Stadt kaum mehr vorstellen. An vielen Orten in der Stadt können Sie die Spuren noch entdecken. Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten bieten besonders im Oktober und November diesen Jahres umfangreiche Angebote an.
Ganz besonders möchten wir Ihnen dieser Tage einen Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer empfehlen. An der Bernauer Straße, mitten im Zentrum Berlins gelegen verlief die Grenze direkt an der Häuserfront. Bekannt sind die dramatischen Filmszenen, in denen die Menschen im Sommer 1961 aus Ihren Wohnungen direkt auf die Strasse sprangen. An diesem historisch berüchtigten Ort erstreckt sich heute das Freigelände der Gedenkstätte über 1,4 km Länge. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens befindet sich dort das letzte Stück der Berliner Mauer mit den umfangreichen Hinterlandsicherungen, die in Berlin sonst nicht mehr zu finden sind.

Lage und Anfahrt

Die Gedenkstätte Berliner Mauer liegt im nördlichen Zentrum Berlins im Bezirk Wedding. Der Hauptteil befindet sich zwischen dem S-Bahnhof Nordbahnhof und dem U-Bahnhof Bernauer Straße. Da die Parksituation vor Ort sehr angespannt ist, empfehlen wir Ihnen die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der beste Ausgangspunkt zur Begehung der Gedenkstätte ist der S-Bahnhof Nordbahnhof. Sie erreichen ihn mit der S1, S2 und S25 (vom Potsdamer Platz oder Friedrichstrasse). Alternativ bietet sich der U-Bahnhof Bernauer Strasse an. Hier hält die U-Bahnlinie 8 aus Richtung Alexanderplatz kommend.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei!
Aufgrund des Jubiläumswochenendes ist die Gedenkstätte außerplanmäßig am Montag den 10. November 2014 geöffnet.

Starten Sie Ihre Begehung am S-Bahnhof Nordbahnhof. Hier haben Sie auch die Gelegenheit die Ausstellung Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin zu besuchen, die sich auf der ersten unterirdischen Ebene des Bahnhofs befindet. Sie ist während der Öffnungszeiten des Bahnhofs zugänglich.

BesucherzentrumBerliner Mauer Rest

Direkt am S-Bahnhof Nordbahnhof befindet sich das Besucherzentrum. Im Erdgeschoss können Sie sich vorab einen Überblick über das Gelände verschaffen, umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Deutsche Teilung erhalten und sich über die Veranstaltungen informieren, die hier regelmäßig stattfinden. Aktuell befindet sich im Obergeschoss eine Fotoausstellung zum Thema „Tunnel 57“, durch den 1964 57 Menschen unter der Bernauer Straße nach Westberlin flüchteten.

 

Der Grenzstreifen

ehemaliger Todesstreifen
Auf dem Außengelände können Sie die gesamte Ausdehnung des Geländes zu Fuß erkunden. Neben Originalüberbleibseln der Grenzanlagen finden Sie an exponierten Punkten mannshohe Stelen aus Metal, die die Örtlichkeit mit historischen Fotos, Dokumenten und Audioeinspielungen erlebbar machen. Als Themenstationen gestaltet, informieren sie über die historische Entwicklung dieses Ortes und helfen bei der Einordnung politischer und geschichtlicher Zusammenhänge. Bereiche der Grenzanlagen, die nicht mehr erhalten sind sowie ein Teil der abgerissenen Wohnhäuser sind durch Metallumrisse auf dem Boden visualisiert. Sogenannte archäologische Fenster zeigen Ausgrabungspunkte in denen sich beispielweise der Verlauf der Querstrassen vor dem Mauerbau erfassen lässt. Neben dem großen Ganzen stehen jedoch auch immer die Menschen im Mittelpunkt, die unter Mauerresteden Umständen an diesem Ort gelitten haben, sie damit nicht abfinden wollten oder sich damit arrangiert haben. Oft sind sie als ehemalige Anwohner namentlich genannt, haben Dokumente beigesteuert oder standen als Zeitzeugen für diesen Ort zur Verfügung.

Dokumentationszentrumgedenkstätte Berliner Mauer Dokuzentrum

Geplante Öffnungszeiten: Montag-Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Das Dokumentationszentrum befindet sich linker Hand auf halber Strecke zwischen dem S-Bahnhof Nordbahnhof und dem U-Bahnhof Bernauer Straße. Aktuell sind die Räumlichkeiten geschlossen, da umfangreiche Umbaumaßnahmen für eine neue Dauerausstellung stattfinden. Die feierliche Eröffnung ist für den 09. November 2014 geplant. Direkt neben dem Zentrum befindet sich ein kleines Bistro, dass sich für eine Pause bei Snacks und Getränken anbietet.

Versöhnungskapelle

Öffnungszeiten zur Besichtigung: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr, ausgenommen während der Gottesdienste
Genau an dieser Stelle befand sich 1892 erbaute die Versöhnungskirche, die bis 1985 mitten im wüstenhaften Todesstreifen stand, bevor die DDR-Regierung sie sprengen lies. Im Inneren befindet sich der Originalaltar wieder an seinem Platz. Im Außenbereich finden Sie noch das gerettete Kreuz der Kirchturmspitze sowie einige Steinornamente der Fassade. Die Kirchenglocken befinden sich ebenfalls vor der Kapelle an einem Holzgerüst. Die ursprünglichen Abmessungen der Kirche sind auch hier durch Metallstreifen auf dem Boden markiert.

Bis zum U-Bahnhof Bernauer Straße erstreckt sich der gestaltete ehemalige Grenzstreifen. Der Bereich jenseits des Bahnhofes ist wesentlich schmaler, da dort nach 1990 die Wiederbebauung des Areals betrieben wurde. An der Fertigstellung der Themenschwerpunkte und der Gestaltung wird aktuell noch gearbeitet. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Tipp: Die Hörstationen

An 20 Punkten auf dem Außengelände sowie im Besucher- und Dokumentationszentrum bieten Ihnen angebrachte QR-Codes Gelegenheit, sich eine individuelle Führung zu wählen. Es werden 3 unterscheidlich lange Touren angeboten. Die Hörbeiträge sind auf www.berliner-mauer.mobi für Smarthones und Tablets mobil abrufbar.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite der Gedenkstätte.

Quelle: www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

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