Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten rund um unser Hotel in Berlin.

Louisa´s Place – ein Hotelname mit Persönlichkeit

Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Ein Hotel braucht einen Namen

Logo Louisa KopfMehr 10 Jahren gehört unser Louisa´s Place zur Berliner Hotellandschaft und zum Kurfürstendamm dazu. Dennoch fragen uns viele Gäste und Partner wer denn Louisa sei und welche Bedeutung hinter dem Namen Louisa´s Place stecke. Grund genug für uns, um an dieser Stelle allen interessierten Lesern Aufschluss zu bieten.
Schon sehr früh in der konzeptionellen Planung war klar, dass Bezeichnungen wie Hotel, Residenz oder Aparthotel auf dem Berliner Hotelmarkt bereits stark vertreten waren. Die Charakterisierung des Hauses als Alternative zu bestehenden Standardhotels wurde durch diese gängigen Begrifflichkeiten nicht deutlich genug ausgedrückt. Uns wurde klar, dass das Konzept des individuellen und herzlichen Services auf hohem Gastgeberniveau durch eine klassische Namensgebung nicht erfasst werden würde. Darüber hinaus würde der Anspruch eines „Zuhauses auf Reisen“ durch die bis dahin geläufigen Hotelbezeichnungen nicht erkennbar werden. Was galt es zu tun?
Der grundlegende Ansatz war, dass Menschen Herzlichkeit und Wärme ganz allgemein sowie Gastgebereigenschaften wie: jemanden willkommen heißen oder jemanden umsorgen eher mit einer weiblichen Person in Verbindung bringen. Ein Bezug zur Stadt Berlin bot sich ebenfalls an. Aus diesem Grundgedanken resultierte die Suche nach einer geeigneten Namenspatronin. Die Nachforschung gestaltete sich recht schnell, denn eine der populärsten Persönlichkeiten der Berliner Geschichte ist Königin Luise von Preußen.

Eine Königin zwischen Tradition und Aufbruch

Königin Luise wurde 1776 als Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz geboren. 1793 heiratete sie den preußischen Kronprinzen, den späteren König Friedrich Wilhelm III. Die Ehe galt als besonders harmonisch. Das Königspaar hatte 10 Kinder darunter den späteren König Friedrich Wilhelm IV. und den ersten deutschen Kaiser Wilhelm I. Sie stand ihrem Mann, ungewöhnlich für ihre Zeit, auch in politischen Fragen beratend zur Seite. Nach dem Sieg der napoleonischen Truppen über Preußen floh die königliche Familie nach Ostpreußen, wo Luise 1807 persönlich mit Napoleon über die Friedensbedingungen und die Rückgabe Preußens verhandelte. Sie starb früh und unerwartet 1810 mit nur 34 Jahren.
Luise galt als außerordentlich anmutig, charmant und strahlte eine außergewöhnliche Natürlichkeit aus, die in aristokratischen Kreisen bis dahin unbekannt war. Mit ihrer optimistischen Art vermochte Sie nicht unwesentlich Einfluss auf Ihren introvertierten und entschlussschwachen König auszuüben. Gleichzeitig füllte sie die Rolle einer liebevollen Mutter aus und wurde auch Dank ihrer Volksnähe zum Vorbild für das aufstrebende Bürgertum Ihrer Zeit. Zudem war es auch die Herzlichkeit und die Nahbarkeit von Königin Luise, die ihr bis heute tiefe Sympathie und Verehrung entgegenbringt.
Eben dieses Naturell macht Königin Luise zur idealen Namensgeberin für unser Louisa´s Place. Ihr überliefertes Wesen dient unseren Mitarbeitern als geschichtliche Motivation, Gäste unseres Hotels ohne aufgesetzte Höflichkeit und fern uniformierten Standards natürlich, fröhlich und herzlich zu betreuen. Stellvertretend hat Prinzessin Edelgard von Preußen seit der Eröffnung die Patenschaft für das Haus übernommen. Um der Weltoffenheit des Hotels und dem internationalen Parkett Berlins Rechnung zu tragen, entschieden wir uns für die internationalisierte Schreibvariante. Schließlich wurde auch Luise von Preussen zu ihrer Zeit Louise oder Louisa genannt.

Die Namensgebung

HotelEingang Louisa´s PlaceNun galt es eine Hotelbezeichnung in Kombination mit Louisa zu finden. Wir gelangten bald zu der Bezeichnung Place. Das englische Wort umschreibt Begriffe wie Gebäude, Haus oder Wohnung in allgemeiner Form. Durch die Verwendung der Bezeichnung Place wird einerseits die Gebäudenutzung als Unterkunftsmöglichkeit ausgedrückt. Gleichzeitig lässt die Benennung die gewollte inhaltliche Interpretationsfreiheit, die sich für unsere Gäste aus aller Welt widerspiegeln soll.
Und so begrüßen wir seit 2003 Gäste im Louisa´s Place in Berlin.

Quelle: Preussen.de

Berliner Spitznamen und ihre Entstehung

Berlin

Der Berliner als solcher ist bekannt dafür, dass er sein Herz auf der Zunge trägt und ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten seines Gegenübers die Dinge beim Namen nennt. Und wenn ihm der Name nicht gefällt, erfindet er kurzerhand eine Neuen, der gleich zum Ausdruck bringt, was er von der ganzen Sache hält. Auf dem Gebiet der Spitznamenverteilung in seiner Stadt hat es der Berliner über die Jahre zu einer wahren Meisterschaft gebracht. Meist dadurch begründet, dass ihm die offiziellen Namen zu lang und umständlich sind oder weil er sein spöttisches Gemüt an der Sache bzw. den aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten auslassen will.

Unsere Top 10 haben wir hier im Folgenden zusammengestellt:

GedächtniskircheDer Hohle Zahn

Im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde ein Großteil der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche Ende der 1950iger abgerissen und neu gestaltet. Die Ruine des ursprünglichen Kirchturmes blieb erhalten. Ein moderner Glockenturm und ein Kirchenschiff wurden neu erbaut. Der entstandene Kontrast der Bauwerke sorgte für die Beflügelung der Phantasie und so ist der Hohle Zahn als Bezeichnung für die Turmruine heute geläufig. Die nachträglich erfundenen Namen Lippenstift und Puderdose für den neuen Glockenturm bzw. für das neue Kirchenschiff lassen den Berliner jedoch eher den Kopf schütteln. Das Ensemble als Ganzes bezeichnet er lieber kurz mit Gedächtniskirche.

Der Wasserklops

Direkt neben der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz befindet sich seit 1983 der Wasserklops. Eigentlich heißt er Weltkugelbrunnen, denn er stellt symbolhaft die Erde dar. Wegen seiner Größe und Präsenz auf dem Platz verpasste ihm der Berliner diese Bezeichnung für einen zu groß geratenen Fleischkloß.

Die Goldelse

Mit diesem Kosewort bezeichnet der Berliner die Siegesgöttin Viktoria auf der Siegessäule im Tiergarten. Die Siegessäule wurde 1873 als Denkmal für die Einigungskriege zwischen 1864-1871 eingeweiht. Den Spitznamen erhielt sie nach dem Bestselleroman “Goldelse” von E. Marlitt aus dem Jahre 1866. Der Roman wurde als Fortsetzungsroman in der illustrierten Zeitschrift “Die Gartenlaube” veröffentlicht und erreichte eine bis dahin nie gekannte Anzahl an Lesern. Die Protagonistin Elisabeth wird wegen Ihres gold-blonden Haares liebevoll Goldelse genannt. Der Vergleich zur vergoldeten Viktoria lag daher nahe.

Bikini Berlin gebäudeDas Bikinihaus

Gleich neben der Gedächtniskirche befindet sich das Bikinihaus. Das Ende der 1950iger Jahre entstandene Gebäude hatte als zweite Etage ein Luftgeschoss. Die Etagen darüber und darunter waren hingegen normal geschlossen. So gab es also oben und unten etwas und in der Mitte nichts, wie bei einem Bikini, der Anfang der 1960iger seinen Siegeszug antrat. Ob das Haus je einen richtigen Namen hatte, weiß wohl heute niemand mehr. 1978 wurde das Zwischengeschoss baulich geschlossen, der Name aber blieb. Im vergangenen Jahr eröffnete die Mall Bikini Berlin in dem komplett rekonstruierten Gebäude und trägt den Namen nun ganz offiziell in die Zukunft.

Der Tränenpalast

Während der deutschen Teilung von 1961 bis 1989 befand sich in diesem Gebäude die Grenzübergangsstelle Berlin-Friedrichstraße. Hier wurde der gesamte Ostberliner Ausreiseverkehr per Zug nach West-Berlin und in die Bundesrepublik abgefertigt. Hier verabschiedeten sich die Ostberliner unter Tränen von Ihren Verwandten aus dem Westteil nach deren Besuchen. Das Gebäude war Anfang der 1960iger Jahre ein moderner Neubau, der im Vergleich zu den immer noch kriegsgezeichneten Gebäuden in seiner Umgebung den Menschen, wie ein Palast erschien. Außerdem war der Zutritt ohne Ausreisegenehmigung nicht gestattet. So etablierte sich der Name unter den Ostberlinern und seit der Wiedervereinigung auch in ganz Berlin und ist heute mehr als ein Spitzname; ein Synonym für ein Stück Geschichte der geteilten Stadt.

Die Schwangere Auster

Diese Bezeichnung für die Kongresshalle/Haus der Kulturen der Welt ist nicht besonders schmeichelhaft. Dennoch hat sich der Name auch im Sprachgebrauch des Berliners etabliert, sieht doch das Gebäude in der Tat wie eine zu dick geratene Muschel aus.

ICC AnsichtRaumschiff Enterprise

Das Bauwerk mit den meisten Spitznamen ist unangefochten das Internationale Congress Centrum (ICC). Aufgrund seiner Größe und seines futuristischen Aussehens konnte sich die Phantasie des Berliners hier so richtig austoben. Mit wechselnder Intensität kursierten in den letzen 35 Jahren Namen wie: Kongressdampfer, Panzerkreuzer Protzki, Arche Noah, Panzerkreuzer Charlottenburg und viele mehr.

Die Hungerharke

Etwas abschätzig ist die Bezeichnung schon für das Luftbrückendenkmal am ehemaligen Flughafen Tempelhof. Während der Blockade Westberlins 1948/49 versorgten die Westalliierten die Stadt mit allem Lebensnotwendigen aus der Luft. Die drei Zacken symbolisieren die drei Luftkorridore, über die Berlin über Monate von den Rosinenbombern angeflogen wurde.

Der Bierpinsel

Unter der Bezeichnung Turmrestaurant Steglitz wurde das ca. 50 m hohe Gebäude 1976 eröffnet. Der Berliner konnte der Eingebung der Architekten, mit dem Gebäude einen stilisierten Baum zu schaffen, nicht folgen. Für ihn sieht das Ding aus wie ein aufrecht stehender Pinsel mit gastronomischer Funktion.

Quadriga auf demBrandenburger TorDie Retourkutsche

Dieser Spitzname für die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist über die Jahre etwas in Vergessenheit geraten und ist nicht jedem Berliner heute noch geläufig. Er ist dennoch ein schönes Beispiel für den Berliner Zeitgeist und dessen spitze Zweideutigkeit. Als Napoleon 1806 in Berlin einmarschierte, ließ er die Quadriga als Trophäe nach Paris schaffen. Der Berliner empfand das nackte Brandenburger Tor in Verbindung mit der französischen Besatzung seiner Stadt als Schmach. Nach der endgültigen Niederlage Napoleons und dem Einmarsch Marschall Blüchers in Paris 1814 wurde die Quadriga dort wiedergefunden und konnte nach Berlin zurückgeholt werden. Hier bezog sie mit viel Pomp und Gloria wieder ihren angestammten Platz und war von nun an die Retourkutsche.

Jedoch sind beileibe nicht alle Spitznamen, die allgemein Bekanntheit erreicht haben, auch wirklich dem Berliner Volksmund entsprungen. Oftmals werden gerade für Gebäude der Neuzeit Spitznamen in der Öffentlichkeit lanciert, in der Hoffnung der Berliner werde sie in das vorhandene Benennungs-Repertoire aufnehmen. Er lässt sich jedoch nicht einfach etwas unterschieben sondern entscheidet selbst. Und so kommt es, dass sich viele Bezeichnungen im Alltag nicht durchsetzen und lediglich in der Presse und im Touristenführer der sprachlichen Ausschmückung dienen um Berlin-Besucher und Zugereiste zu beindrucken.

Als Beispiele sind hier genannt:

Die (höhere) Beamtenlaufbahn
für die obere Brücke über die Spree zwischen dem Paul-Löbe-Haus und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Der Telespargel
IMAG1750für den Berliner Fernsehturm

Die Waschmaschine
für das Kanzleramt

Der lange Lulatsch
für den Funkturm auf dem Messegelände

Lippenstift und Puderdose
für den neuen Glockenturm und das neue Kirchenschiff der Gedächtniskirche

 

Kennen Sie noch weitere Berliner Spitznamen?

 

Quelle: Wikipedia

 

 

 

Tag des offenen Denkmals

Aktivitäten, Allgemein, Berlin, Geschichte, Veranstaltung

Plakat Tag des offenen DenkmalsJedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen sich historische Orte, die den Rest des Jahres nicht zugänglich sind. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Initiator möchte unser vielfältiges kulturelles Erbe der vergangenen Epochen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Zeugnisse der Vergangenheit sollen erhalten werden und auch heute und in der Zukunft von geschichtlichen Zusammenhängen berichten.
In jedem Jahr widmet sich der Tag des offenen Denkmals einem Motto. Nachdem es im vergangenen Jahr kontrovers um das Thema „Unbequeme Denkmäler“ ging, wird in diesem Jahr universeller mit „Farbe“. Vielseitige Führungen bieten Ihnen Einblicke in die Arbeit von Archäologen, Restauratoren und Denkmalpflegern. Die Ergebnisse oftmals langer Jahre Arbeit können Sie bestaunen aber auch Bauwerke erleben, die Ihrer Restaurierung noch harren.
340 Denkmäler können Sie in Berlin am kommenden Wochenende entdecken, davon allein 35 in unserer direkten Nachbarschaft rund um den Kurfürstendamm und in der City West.

Einige Vorschläge haben wir Ihnen zusammengestellt:

Schlosspark Charlottenburg

Treffpunkt: Spandauer Damm 10-22 (Ehrenhof am Reiterstandbild)
Führung: am 13.09.2014 14.00 Uhr

Vom Barockgarten zum Englischen Landschaftsgarten und die Erhaltung in der Gegenwart. Eine Zeitreise durch 300 Jahre Gartengeschichte.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtsniskirche

Treffpunkt: Gedenkhalle bzw. Aufgang zur Orgelempore
Führungen: am 13.09.2014: stündlich zwischen 10.00 – 12.00 Uhr
am 14.09.2014: stündlich zwischen 12.00 – 18.00 Uhr

Im Mittelpunkt stehen einerseits die blauen Glasmosaikwände des Neubaus aber auch die Ruine des alten Hauptturmes.

Berliner Gaslaternen

Treffpunkt: Kaiserdamm12/Ecke Sophie-Charlotten-Straße
Führung: am 13.09.2014 20.30 Uhr und 21.30 Uhr (Fahrradtour)

Fahrt zu den historischen Standorten der Berliner Gaslaternen. Erklärung der Funktionsweise, technischer Grundlagen und die Bedeutung im Stadtbild gestern und heute.

Ehemalige US-Abhörstation auf dem Teufelsberg

Treffpunkt: Teufelsseechaussee 10, am Eingangstor
Führung: am 13.09.2014 10.00 – 24.00 Uhr
am 14.09.2014 10.00 – 20.00 Uhr
nach Bedarf zu jeder vollen Stunde

Führung über das brachliegende Gelände zur Bedeutung der Anlage im Kalten Krieg und gescheiterte Weiternutzungspläne nach 1990.

Grunewaldturm

Treffpunkt: Havelchaussee 61
Führung: am 14.09.2014 zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr nach Bedarf

Der 55m hohe Turm wurde 1897-99 in Erinnerung an die Gründung des deutschen Kaiserreiches errichtet. Der Aussichtsturm und das Restaurant sind auch unabhängig vom Tag des offenen Denkmals geöffnet. Kostümierte Mitarbeiter berichten über die Geschichte des Grunewaldturmes und Anekdoten von Kaiser Wilhelm I.

Das komplette Berliner Programm finden Sie unter :
Tag des offenen Denkmals

DenkmalWir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken des historischen Berlins. Übrigens wohnen Sie bei uns in einem Gebäudedenkmal, in dem es ebenfalls Einiges zu entdecken gibt. Mehr dazu erfahren Sie  HIER:

 

 

 

Quelle: http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

Aussicht mit Blick in die Berliner Geschichte

Berlin, Louisa´s Place

Interessierte Gäste sprechen uns regelmäßig auf die Gestaltung der Glasbilder in unserem Treppenhaus und in den Etagenfluren an. Daher widmen wir den Lithophanien mit diesem Beitrag einmal besondere Aufmerksamkeit.
Neben der handgefertigten, mehrfarbigen Bleiverglasung ist die Verwendung von Porzellanbildern, den sogenannten Lithophanien, innerhalb der Verglasung eine gestalterische Besonderheit. Das Handwerk zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Lithophanien basiert früher wie heute auf der ausschließlich manuellen Fertigung. Sie ist zeitaufwendig und eng mit dem Geschick und der Erfahrung des Handwerkers verbunden. Daher ist jedes Stück ein Unikat mit besonderem Wert. Lithophanien sind dünne gebrannte Porzellanplättchen mit eingearbeiteten bildlichen Darstellungen. Dabei wird das Material in mehreren Arbeitsgängen unterschiedlich stark abgetragen.

Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor

Effekt bei Gegenlicht

Auflicht

Effekt bei Auflicht

Durch die variierende Dicke des Porzellans entsteht unterschiedliche Transparenz. Diese Abstufung von Licht und Schatten in feinsten Nuancen lässt beim Betrachten des Bildes im Gegenlicht den Eindruck entstehen, man würde ein schwarz-weiss-Foto betrachten. Bei der Betrachtung mit Auflicht dagegen entsteht der Effekt eines Reliefs.

Die ersten Lithographien entstanden 1827 in Paris und erfreuten sich aufgrund des beschriebenen Effektes aber auch wegen ihrer Unvergänglichkeit und Wärmebeständigkeit schnell großer Beliebtheit. Sie fanden vielseitige dekorative Verwendung. Am beliebtesten waren Fensterhänger oder die Einarbeitung in Fenster. Aber auch den Innenraum schmückende Lichtschirme mit auswechselbaren Motivplatten waren während der Biedermeierzeit in Mode. Auch für jede Art von Lampen und Stövchen ließen sich die Plättchen verwenden. Besonders in Preußen entwickelte sich die Produktion von Portrait-Lithophanien berühmter Persönlichkeiten deren Detailgenauigkeit, die der von gemalten Portraits in nichts nachstand. Erst mit fortscheitender Entwicklung und Verbreitung der Fotografie ging das Zeitalter der handgefertigten Lithophanien zu Ende.

In wechselnder Wiederholung finden sich in unserem Treppenhaus und den Etagenfluren die folgenden Motive:

Berliner StadtschlossBerliner Stadtschloss
Die Ansicht zeigt das Stadtschloss nach 1850 vom Kupfergraben aus. Im 2. Weltkrieg stark beschädigt, ließ es die DDR-Führung 1950 sprengen und abtragen.

 

Schauspielhaus am GendarmenmarktKönigliche Schauspielhaus Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Nach einer Entwurfszeichnung von Karl Friedrich Schinkel aus dem Jahre 1818. Im Jahre 1817 wurde der Vorgängerbau durch einen Brand zerstört. Nach den Plänen Schinkels wurde das neue Schauspielhaus 1821 eingeweiht.

 

Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor

Brandenburger Tor
Die Ansicht zeigt das Brandenburger Tor vom Pariser Platz aus. Nach einem Stich von JD/ Friedrich Christian Laurens/Dietrich aus dem Jahr 1815.

 

Standbild Friedric II.Reiterstandbild Friedrich des Großen
Die Grundsteinlegung des Monumentaldenkmales von Christian Daniel Rauch erfolgte 1840 zur 100. Jubiläum der Thronbesteigung Friedrichs II. Es steht auf dem Mittelstreifen auf der Strasse Unter den Linden.

 

Friedrich nach der SchlachtFriedrich II. nach der Schlacht von Kolin
Die Schlacht von Kolin (Böhmen) 1757 ging in die Geschichte ein, da Sie die erste Schlacht des Siebenjährigen Krieges war, die mit einer Niederlage für Preußen endete. Bis dato hatte sich die Preußische Armee einen Ruf der Unbesiegbarkeit erworben, der sich aus Disziplin, Gehorsamkeit und Drill begründete. Das Originalgemälde stammt von Julius Schrader, ca. 1876.

 

In der SchulePrügelstrafe in der Schule

 

Schlotfeger beim SchlachtfestSchlotfeger beim Schlachtfest

Quellen:
Wikipedia.org
http://www.konzerthaus.de/konzerthaus-berlin/geschichtehttp://www.preussenchronik.de/bild_jsp/key=bild_986.html
http://berliner-schloss.de/das-historische-schloss/baugeschichte/
http://de.wikipedia.org/wiki/Reiterstandbild_Friedrichs_des_Gro%C3%9Fen
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Kolin
http://www.rundumsporzellan.de

Der Kurfürstendamm von gestern bis heute

Allgemein, Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm,
hab so Sehnsucht nach meinem Berlin! …
Berliner Tempo, Betrieb und Tamtam!
Hätt ich auch wo ´ne Wohnung, und wär sie noch so neu,
Ich bleib Berlin, meiner alten Liebe treu! …

(Hildegard Knef/Friedrich Holländer)

Der 3,5 Kilometer lange Kurfürstendamm beginnt am Breitscheidplatz an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und führt nach Westen bis zum Rathenauplatz, wo die Villenviertel im Grunewald beginnen.

Als im Jahre 1542 das Jagdschloss Grunewald erbaut wurde, entstand als Verbindung zwischen dem Berliner Stadtschloss und dem Jagdschloss ein Weg durch das sumpfige Gelände. Auf ihm begaben sich die Kurfürsten und später die preußischen Könige zu den Jagden in den Grunewald. Wurde der eher ländliche Weg vor allem für Ausritte des kaiserlichen Hofs und von Kanzler Bismarck genutzt, erfolgte später der Ausbau auf Betreiben von Bismarck selbst. Nach Gründung der Kurfürstendamm-Gesellschaft im Jahre 1882 konnte der Ausbau der Strasse und der Villenkolonie im Grunewald beginnen. Um 1900 begann eine rege Bautätigkeit, die den Kurfürstendamm zur beliebten Prachtstrasse werden ließ, deren Strassenbahnanbindung vom Stadtzentrum in Mitte direkt zu den stark frequentierten Ausflugslokalen in Halensee führte.

KurfürstendammNach den Kriegsauswirkungen des 2. Weltkrieges begann das Leben erstaunlich schnell wieder an der beliebten Flaniermeile Fuss zu fassen. Alles war zwar noch improvisiert, aber bereits im Sommer 1945 konnte man schon wieder Filme sehen, Bäume dienten als Litfasssäulen, in Ruinen wurden Kunstgalerien und Kellertheater eröffnet, es gab wieder eine freie Presse, der Schwarzmarkt blühte und man saß im Café Kranzler. Mit den Internationalen Filmfestspielen im Sommer 1947 fing der Boulevard wieder richtig an zu leben. Nach der Teilung Berlins entwickelte sich der westliche Teil Berlins, die Kurfürstendammgegend, zur neuen Innenstadt und fungierte als östlichster Punkt der freien Konsumwelt und des Wirtschaftswunders.

KurfürstendammNach der Wiedervereinigung nahm die Bedeutung des Ku´damms zunächst ab. Der Focus von Berlinern und Besuchern richtete sich zunächst auf das historische Zentrum Berlins und die Vielzahl an modernen Veränderungen. Kinos und altgediente Cafés und Restaurants schlossen, Bühnen kämpften ums Überleben. Doch in den letzten Jahren folgte dann die Rückbesinnung. Ein Aufschwung inklusive Imagewechsel setzte ein. Eine rege Bautätigkeit schuf neue Anziehungspunkte in der City West. So entstanden das neue Kranzler Eck und das Zoo-Fenster. Das KaDeWe wurde runderneuert ebenso wie die Gedächtniskirche. Der Zoopalast wurde aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und wird im Berlinaleprogramm wieder seinen fetsen Platz einnehmen. Das Bikini Berlin hat sich als neues Shopping-Erlebnis etabliert und das Upper West befindet sich im Bau und wird vorraussichtlich Anfang 2017 fertiggestellt.
Die Amüsiermeile der 20iger Jahre hat sich heute zu einem belebten Shopping- und Flanierboulevard gewandelt. Rund um den Breitscheidplatz dominieren Dependancen bekannter Globalplayer das Strassenbild, die ruhigen Seitenstrassen und der westliche Teil haben sich zur noblen Einkaufsmeile mit Boutiquen, Galerien und hochkarätigen Restaurants entwickelt. Unser Hotel am Kurfürstendamm liegt heute im schönsten Teil der Flaniermeile. Es wird umrahmt von zahlreichen edlen Boutiquen, Juwelieren und Flagship Stores der berühmtesten internationalen Modelabels.

Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins der City West war auch das 125. Jubiläum des Kurfürstendamms. Mit vielen Veranstaltungen wurde 2011 das 125-jährige Bestehen gefeiert.

Quelle: Wikipedia.org

Unser Wellnessbereich

Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Ganz der Schönheit und der Regeneration des Körpers und des Geistes verschrieben, zeigt sich der Spa- und Wellnessbereich in unserem Louisa´s Place. Dieser Bereich mit Pool, Sauna und Fitnessraum steht all unseren Gästen exklusiv zur Verfügung.
Im Zugang zum Spabereich setzt sich die Bossenmalerei als Wandgestaltung aus dem Erdgeschoss fort. Die grossen Tür- und Fensterglasanlagen zum Fitnessraum bzw. zum Saunabereich und zum Massageraum sind im Sockelbereich mit eisernen Ziergittern und Kreuzmotiven versehen.

Wandpanorama im Poolbereich

Poolbereich des Louisa´s Place

Im Poolbereich lässt sich die Umsetzung des Themas Klassizismus in besonderer Weise erleben. Die Kassettierung taucht hier in Form verschiedener Wandmalereien auf, die durch die gliedernden Stuckpilaster entsteht. Dennoch ergibt das Gesamtgemälde eine thematische Einheit. Das in diesem Falle entstandene Panorama zeigt einige bedeutende Bauwerke der Potsdamer Kultur- und Parklandschaft in einer mit künstlerischer Freiheit geschaffenen Natur. Die typischen Sichtachsen aus der Landschaftsgestaltung dieser Epoche wurden in die Wandmalerei einbezogen und erzeugen so eine Illusion der Weite des Raumes. Diese Art der Malerei wird als Trompe-l’œil (franz. „täusche das Auge“ ) bezeichnet. Entstanden in der Renaissance entwickelte sich die Technik parallel zur Entwicklung des perspektivischen Malens über die Epochen hinweg weiter. Der Künstler führte im übrigen auch die Malerei im Gartenzimmer aus.

Die einzelnen Abschnitte des Panoramas zeigen von rechts nach links:

Das Neue Palais

Wandgemälde mit Neues Palais

Wandgemälde mit Neues Palais

Es wurde unter Friedrich II. 1769 als Gästeresidenz erbaut. Als „Fanfaronnade“ sollte es die ungebrochene Stärke Preussens nach dem 7-Jährigen Krieg für all seine Gäste sichtbar demonstrieren. Die Darstellung zeigt den Bau in der Rückansicht vom Park Sanssouci aus.

Schloss Charlottenhof

Bild Schloss Charlottenhof

Wandgemälde mit Schloss Charlottenhof

wurde 1829 durch Friedrich Wilhelm IV. (damals noch Kronprinz) aus einer bereits bestehenden Gutsanlage in eine Villa im Stil klassisch-römischer Architektur umgestaltet. Es diente ihm als Sommersitz. Die Pilaster mit den Bänken im Vordergrund sind in das Gemälde eingearbeitet und öffnen die Hauptsicht auf diese Schloss im klassizistischen Stil. Die Darstellung ist auf das Hauptgebäude reduziert. Nebengebäude, Brunnen und Kolonnaden hat der Künstler zugunsten einer klaren Linienführung unberücksicht gelassen.

Potsdamer Kulturlandschaft

Landschaft

Wandgemälde mit Potsdamer Kulturlandschaft

In diesem Bereich ist kein Bauwerk zu finden. Lediglich eine offene Landschaft im Stil eines englischen Landschaftsgartens mit den damals beliebten freilaufenden Pfauen ist dargestellt. Die Lanschaft scheint der Laichwiese auf der Pfaueninsel entlehnt zu sein.

Kolonnade

unbekanntes Gebäude

Wandgemälde mit Kolonnade

Der nächste Abschnitt an der Stirnseite zeigt ein Gebäude leicht verdeckt von Vegetation. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrages konnten wir noch nicht abschließend recherchieren, um welches Bauwerk es sich handelt. Weitere Informationen reichen wir an dieser Stelle nach. Im Vordergrund befindet sich eine Stele mit Steinvase. Der reale Pilaster ist optisch geschickt über einem Rankgitter mit einem Pfeiler des Bildes verbunden, so dass die Andeutung einer Kolonnade entsteht.

Seenlandschaft

Seenlandschaft

Wandgemälde mit Brandenburger Seenlandschaft

Der letzte Bereich zeigt eine typisch brandenburgische Seenlandschaft mit Segelbooten und üppigem Uferbewuchs. Im Vordergrund ist ein hölzerner Ruderkahn zu sehen.

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Historische Baukunst erleben – Ein Hotelrundgang im Louisa´s Place
Der Empfang im Louisa´s Place
Unsere historische Bibliothek
Unsere Lounge
Etagenfluchten mit Seele

Etagenfluchten mit Seele

Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Bisher haben wir Ihnen im Rahmen unseres Hotelrundganges einzelne Räumlichkeiten in unserem Louisa´s Place vorgestellt. Aber auch in unserem Treppenhaus und in den Etagen finden sich Details die es sich zu entdecken lohnt.

Skulptur im Treppenhaus

Statue der Polyhymnia

Den Grund des Treppenhauses schmückt eine Statue aus der Gipsformerie der Antikensammlung in Berlin. Sie stellt Polyhymnia, die Muse der Musik und des Tanzes dar. Nach dem Gipsabguss wurde die Statue marmorisierend antiquisiert. Das Original der Statue befindet sich im Park Sanssouci in Potsdam. 1857 von Friedrich Ochs geschaffen, schmückt sie im Mittleren Lustgarten eine Brunnenwand.

Wie im gesamten Haus sind auch die Wände im Treppenhaus und in den Etagenfluren grossflächig kassettiert. Gelbe großzügige Felder werden von gelblich-sandfarbenen breiten Bändern gerahmt. Alle Farbflächen sind in einer dem Stuccu lustro verwandten Spachteltechnik ausgeführt. Dabei entsteht eine Marmorierung durch schichtweises Auftragen von Material auf die einfarbig vorbereitete Fläche. Die Originalstuckelemente waren überwiegend erhalten und wurden restauriert bzw. ergänzt. Das Schmiedeeiserne Treppengeländer besteht aus Ober- und Untergurt sowie reich verzierten Mittelornamenten. Der Handlauf wurde aus massiver Eiche gefertigt.

Eine Besonderheit bei der Gestaltung der Fenster, stellt neben der handgefertigten Bleiverglasung die Verwendung von Porzellanbildern, sogenannten Lithophanien dar.

Lithophanie im Treppenhaus

Lithophanie mit Brandenburger Tor

Lithophanien sind dünne, unglasierte Porzellanplättchen mit eingepressten bildlichen Darstellungen. Die Transparenz des dünnen Materials bewirkt, dass im Gegenlicht der Eindruck entsteht, man würde ein schwarz-weiss Foto betrachten. Der Effekt entsteht, da die unterschiedliche Dicke des Porzellans das Licht unterschiedlich durchscheinen lässt. Interessant ist, dass bei der Betrachtung mit Auflicht der Effekt eines Reliefs entsteht. Daher finden Lithopanien nach wie vor in Fenstern und im Lampendesign Verwendung. Die Herstellung erfordert künstlerisches Einfühlungsvermögen und handwerkliche Erfahrung. Die ersten Lithographien entstanden 1827 in Paris.

In wechselnder Wiederholung finden sich in unserem Treppenhaus und den Etagenfluren die Motive:
Berliner Stadtschloss
Konzerthaus am Gendarmenmarkt
Brandenburger Tor
Reiterstandbild Friedrich des Grossen (Unter den Linden)
Friedrich II. nach der Schlacht von Kolin (nach dem Gemälde von Julius Schrader)

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Historische Baukunst erleben – Ein Hotelrundgang im Louisa´s Place
Der Empfang im Louisa´s Place
Unsere historische Bibliothek
Unsere Lounge
Unser Gartenzimer
Unser Wellnessbereich

Quelle. www.wikipedia.org

Königin Luise Sommertour – Die Luiseninsel im Tiergarten

Aktivitäten, Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Kultur
Eingang Luiseninsel im Tiergarten

Eingang zur Luiseninsel ©Louisa´s Place

Die Luiseninsel ist eine künstlich aufgeschüttete Insel im Südlichen Teil des Großen Tiergartens in Berlin. Im Zuge der Rückkehr des Königspaares aus dem Ostpreußischen Exil beschlossen einige Bürger Berlins ihrer beliebten Königin ein Denkmal zu setzen. Da sie in diesem Bereich des Tiergartens gerne spazieren ging, lag es nahe hier einen passenden Platz auszuwählen. Weihnachten 1809 wurde eine Stele mit aufgesetzter Marmorschale am südlichen Ende der kleinen Insel eingeweiht. Etwa zeitgleich wurde die Umgebung gartenbaulich angepasst. Seitdem heißt die Insel Luiseninsel.

1849 wurde gegenüber dem nördlichen Ufer der kleinen Insel ein 7m hohes Standbild König Friedrich Wilhelm III. errichtet. Zahlreiche Spenden der Berliner ermöglichten damals die Aufstellung. Wollten sie doch Ihrem kürzlich verstorbenen König für die Umgestaltung des königlichen Lustgartens in einen dem Volk zugänglichen Park danken. In der rechten Hand hält der König einen Blumenkranz und ruht auf einem Bildnis der Königin. Der Blick des Königs ist in Richtung Luiseninsel gerichtet.

1880 entstand ein Standbild aus Marmor, dass die Königin aufrecht stehend in Überlebensgröße darstellt. Die Totenmaske der Königin und eine Büste von Gottfried Schadow dienten dabei als Vorlage. Er wurde so auf der Insel aufgestellt, dass sie durch eine Sichtachse Blickkontakt zu ihrem König hält.
Da die ursprüngliche Marmorschale verloren ging, wurde an ihrer Stelle 1904 ein kindliches Marmordenkmal des Prinzen Wilhelm aufgestellt. Prinz Wilhelm war der zweitgeborene Sohn des Königspaares und ging unter anderem als erster deutscher Kaiser Wilhelm I. in die Geschichte ein.

Denkmal der Königin

Statue der Königin Luise ©Louisa´s Place

Statue Friedrich Wilhelm III.

Friedrich Wilhelm III. ©Louisa´s Place

Alle drei Standbilder wurden in das Lapidarium am Landwehrkanal gebracht. Dort wurden zwischen 1978 und 2009 Denkmäler und Monumente aufbewahrt, um einen weiteren Verfall aufgrund von Umwelteinflüssen zu verhindern. An ihrer Stelle finden sich im Stadtbild entsprechende Repliken. Auch die Denkmäler der Königin, des Königs und des Prinzen im Tiergarten sind Kopien.
Im Jahre 2009 mussten die Originale wieder umziehen. Diesmal in die Zitadelle Spandau. Das Lapidarium wurde geschlossen und verkauft. Derzeit wird die Statue der Königin restauriert und wird zeitnah wieder an ihren abgestammten Platz auf der Luiseninsel zurückkehren. Die Kopie wird ab 2014 in der Ausstellung „Enthüllt-Berlin und seine Denkmäler“ in der Zitadelle Spandau zu sehen sein.

Lage und Anfahrt

Die Luiseninsel ist innerhalb weniger Gehminuten vom Potsdamer Platz zu erreichen.Von der Tiergartenstrasse Ecke Staufenbergstrasse wählt man den „Grossen Weg“ durch den Tiergarten und erreicht bereits nach wenigen Schritten die Insel.

Entdecken Sie die weiteren Etappen:
Unsere Königin-Luise-Sommertour
Die Pfaueninsel
Schloss Charlottenburg

Quellen:
www.wikipedia.de
www.enthuellt-berlin.de

 

Königin Luise Sommertour – Schloss Charlottenburg

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Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg ©SPSG, Foto: Hans Bach

Diese Etappe unserer Königin-Luise-Sommertour ist eigentlich keine richtige Tour, sondern eher ein Spaziergang. Liegt doch das Schloss mit seinem Park nur knapp 3 km von unserem Hotel in Charlottenburg entfernt.
Das Schloss Charlottenburg ist ein in über 300 Jahren gewachsenes Gesamtkunstwerk, gekennzeichnet durch herausragende Architektur, prachtvolle Innenausstattung und volendete Gartenkunst. Monarchen sämtlicher Epochen haben zur Erweiterung der Anlage beigetragen und so ist sie heute ein vielbesuchtes Zeugnis preußischer Kulturgeschichte. Wollen Sie das nach Königin Sophie Charlotte benannte Schloss in seiner Gänze erleben, sollten Sie sich Zeit nehmen. Es gibt viel zu sehen. Wir werden uns auf die Aspekte der Schlossanlage beschränken, die in Bezug zu Königin Luise stehen und überlassen alle weiteren Sehenswürdigkeiten Ihrer Entdeckerfreude.

Die Wohnräume der Königin

Schlafzimmer der Königin ©SPSG, Foto: Wolfgang Pfauder

Im Obergeschoss des Neuen Flügels befindet sich die Wohnung der Königin Luise. Ursprünglich wurden Sie für Friedrich II. hergerichtet. Dieser gab jedoch ab 1747 seinem neu gebauten Schloss Sanssouci den Vorzug. Die Räume wurden 1796-97 als Winterdomizil für König Friedrich Wilhelm II. neu gestaltet. Er starb jedoch vor deren Vollendung. Danach nutzte Luise diese Räumlichkeiten bei ihren regelmäßigen Aufenthalten in Charlottenburg. 1809 kehrte das Königspaar aus dem ostpreußischen Exil nach Berlin zurück. Nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel wurde ihr am Ende der Räumlichkeiten ein neues Schlafzimmer nach dem Geschmack der Königin eingerichet.

Der neue Flügel bleibt aufgrund der umfassenden
Hüllensanierung Bis Ende Dezember 2014 geschlossen. Die feierliche Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit ist für den 26. Dezember 2014 geplant.

geöffnet
Mittwoch bis Sonntag, Montag 10.00 bis 17.00 Uhr
Dienstag geschlossen
Eintritt: € 8,00 / ermäßigt € 6,00

Das Mausoleum

Sarkopharg der Königin ©SPSG, Foto: Hans Bach

Unmittelbar nach dem Tode der beliebten Königin Luise 1810 wurde ihr Mausoleum nach den Vorstellungen und auf Betreiben Friedrich Wilhelms III. erbaut. Auch hier geht der Entwurf auf Schinkel zurück.
Auf der Rückseite des Schlosses beginnt eine Allee, die von Nadelbäumen gesäumt bis zum Mausoleum der Königin führt. Die Front mit den 4 Säulen wurde ursprünglich aus Sandstein gefertigt und 1828/1829 auf die Pfaueninsel verbracht. Dort bildet sie bis heute den Luisentempel. Die Front des Mausoleums wurde aus rotem Granit nachgebildet. Das Mausoleum als Solches war nur für den Marmorsarkophag der Königin vorgesehen. Im Laufe der Zeit, wurde es mehrmals erweitert und beherbergt heute auch den Sarkophag Friedrich Wilhelm III., Kaiser Wilhelms I. (Sohn von Luise) und seiner Gemahlin Augusta.
Unter dem Mausoleum befindet sich eine Gruft in der neben der zweiten Frau Friedrich Wilhelm III. noch der jüngste Sohn, Prinz Albrecht und das Herz des ältesten Sohnes Friedrich Wilhelm IV. bestattet sind. Die Gruft ist leider nicht öffentlich zugänglich.

geöffnet von April bis Oktober
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt: € 2,00 / ermäßigt € 1,00

Die Luiseninsel

Büste im Park ©SPSG, Foto: Hans Bach

Sie befindet sich zwischen dem Mausoleum und dem großen Wasserbecken. Der landschaftliche Ausbau wurde 1799 von König Friedrich Wilhelm III. in Auftrag gegeben. Königin Luise soll gerne auf einer einfachen Bank auf der Südspitze der Insel gesessen haben. An der Stelle steht auch heute noch eine schlichte Holzbank. Ursprünglich war die Insel nur mit einer kleinen Fähre erreichbar. Seit 1989, dem Jahr der landschaftlichen Wiederherstellung der Insel, führt eine Brücke hinüber. Auf einem Rundweg kann man die kleine Insel erkunden. Er führt an den Bronzefiguren Amor und Venus vorbei. An der Nordspitze, versteckt zwischen dichter Vegetation steht die Bronzebüste der Königin.

Der Schlossgarten

Das wirklich schönste Erlebnis ist aber der Schlosspark selbst. Er lädt zu jeder Jahreszeit kostenfrei zum Spazierengehen ein. Er besteht aus einem Barockparterre und dem angrenzenden Park, der als englischer Landschaftspark gestaltet ist.

Lage & Anfahrt

Schloss und Park Charlottenburg befindet sich im Norden des Stadtteils Charlottenburg am Spandauer Damm. Links neben dem Ehrenhof befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz.
Fahrräder sind nicht gestattet. Hunde sind an der Leine zu führen. Ohne Auto nehmen Sie vom Bahnhof Zoologischer Garten den Metrobus M45 in Richtung Spandau bis zur Haltestelle Luisenplatz/Schloss Charlottenburg. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Der Bus fährt im 6-Minuten-Takt.

Entdecken Sie die weiteren Etappen:
Unsere Königin-Luise-Sommertour
Die Pfaueninsel
Die Luiseninsel im Tiergarten

Quellen:
www.spsg.de

Unser Gartenzimmer

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Gartenzimmer im Louisas Place

Unser Gartenzimmer

Direkt neben unserer Bibliothek befindet sich das Gartenzimmer. Neben der vorrangigen Funktion als Frühstücksraum finden hier auch Veranstaltungen, Feiern, Konferenzen und Private Dining statt. Die bis zum Boden reichenden Glastüren sorgen für eine helle lichtdurchflutete Atmosphäre und öffnen den Raum zum Gartenhof.

Die Auswahl an leichten Möbeln, der Einbau einer Leinwand sowie einer Lautsprecheranlage in die Decke gewährleisten die Wandelbarkeit des Raumes. Die beiden weitöffnenden Verbindungstüren zur Bibliothek schaffen Großzügigkeit und schaffen eine räumliche Verbindung. Diese zeigt sich auch an der Fortsetzung des historischen Tafelparketts.

Da der Raum eher als „Raum des Tages“, im Gegensatz zur Bibliothek als „Raum des Abends“ betrachtet werden kann, ist er durch eine helle Farbgestaltung gekennzeichnet. Dies zeigt sich sowohl in der Gestaltung der Wände als auch der Vorhänge. In Anlehnung an die Täfelung der Bibliothek sind die Wände im Sockelbereich mit hellen Holzpaneelen verkleidet worden, die außerdem als Heizkörperverkleidung fortgeführt wird. Die oberen Wandbereiche sind kassettiert und mit floralen Motiven in Trompe l´oeil Technik (franz. „täusche das Auge“ ) ausgemalt. Entstanden in der Renaissance entwickelte sich die Technik parallel zur Entwicklung des perspektivischen Malens weiter. Die Motive im Detail sind zurückhaltend gestaltete Blumengirlanden, die die Kassettierungen einrahmen, Obst- bzw. Blumenbouquets füllen sie aus. Derselbe Künstler führte ebenfalls die Malerei im Wellnesbereich aus.

Ofen im Gartenzimmer

Der Ofen mit Vasenaufsatz

Schmuckstück im besten Sinne ist der Ofen aus weiss-glasierten historischen Ofenkacheln. Profile und Gesimse besonders aber der Vasenaufsatz aus Terracotta betonen den klassizistischen Ursprung.

Eine Spielerei, jedoch für Jeden beeindruckend, ist die Heizfunktion des Ofens. Sinkt die Außentemperatur unter 13 Grad Celsius, setzte ein Thermostatregler die Heizspiralen im Ofen in Betrieb, welche innerhalb kurzer Zeit die Kacheln aufheizen und sogar ein wenig wohlige Wärme verbreiten.

Die beiden auffälligen Kronleuchter wurden in Frankreich hergestellt. Es sind wieder Besonderheiten, die nur in aufwendiger handwerklicher Fertigkeit herzustellen sind. Die Gestelle und die Ranken mit den filigranen Blättern bestehen aus Metall, die nach der Ausformung bemalt wurde. Die Blüten sind aus weißem glasierten Porzellan und wurden kunstvoll von Hand geformt. Die ersten Leuchter dieser Art wurden im 18. Jahrhundert gefertigt.

Lesen Sie alle Beiträge dieser Serie:
Historische Baukunst erleben – Ein Hotelrundgang im Louisa´s Place
Der Empfang im Louisa´s Place
Unsere historische Bibliothek
Unsere Lounge
Etagenfluchten mit Seele
Unser Wellnessbereich