Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten rund um unser Hotel in Berlin.

Der Empfang im Louisa´s Place

Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Bereits beim Betreten unseres Louisa´s Place werden Sie bemerken, dass dies keine übliche Hotellobby ist. Es gibt keinen dominierenden Hoteltresen und kein Schlüsselboard ist zu sehen. Stattdessen begrüsst Sie im Entree ein Mitarbeiter an einem kunstfertig  gearbeiteten Tisch mit einer massiven Natursteinplatte und zwei Gästeplätzen davor.

Empfang

Empfang mit Blick zur Lounge

Sämtliche Wände im Empfangsbereich und den angrenzenden Fluren im Erdgeschoss sind mit einer sogenannten Bossenmalerei ausgeführt. Dies ist eine Kunst durch die Nachahmung von Naturmaterialien nicht Vorhandenes optisch real erscheinen zu lassen. Auf die rau gespachtelten Wände – ähnlich eines Hausfassadenputzes – sind nach detaillierten Plänen und Wandabwicklungen die Schattenstriche der „Putzkerben“ illusionistisch von Hand aufgetragen worden. Somit entsteht der Eindruck einer unverputzten Natursteinmauer. Rhythmisch gliedernde Stuckpilaster gliedern die glatten Wandflächen und unterstützen als klassizistisches Element diese Stilprägung.

Der Teppich im Empfangsbereich besticht durch seine Auffälligkeit in Grösse und Farbe. Es ist ein „Savonnerie-Teppich“ aus der Manufacture d´Aubusson in Frankreich. Diese Teppiche werden auf einem Hochwebstuhl gefertigt. Die Kettfäden werden vertikal montiert und der Teppich Knoten um Knoten in Handknüpftechnik  hergestellt. Ca. 400-600 Arbeitsstunden pro qm sind nötig, um solch einen Teppich zu erschaffen. Bereits 1665 wurden in Aubusson Teppiche gewebt, die für die Schlösser von Versailles bestimmt waren bzw. ausländische Fürsten als Geschenk dargebracht wurden. Mit MRD (Manufacture Royale d´Aubusson) signiert, waren Sie ein Inbegriff für Handwerkskunst auf höchstem Niveau. 1786 sind in einer Inventarliste von Versailles bereits über 100 Teppiche von Aubusson verzeichnet. Die Teppiche werden auch heute noch nach historischen Vorlagen traditionell gefertigt. Werkzeuge und Techniken haben sich seit mehreren Jahrhunderten nicht verändert.
Der Teppichboden in den angrenzenden Flurbereichen ist mit  handgetufteten Bordüren mit sich wiederholenden Palmettenmotiven gestaltet. Die Palmette (franz. Palmbäumchen) ist eine Form der Ornamentik, die in künstlerisch-abstrakter  Darstellung einen Palmwipfel abbildet.

Blick vom Empfang

Sicht vom Empfang

Ein prägnantes klassizistisches Thema sind Sichtachsen, die der englisch geprägten Park- und Landschaftsgestaltung entnommen sind. Im Erdgeschoss lässt sich dieses Gestaltungelement aufgrund des langen schmalen Flurbereiches gut umsetzen. So öffnet sich der Blick beim Gang in den hinteren Bereich durch die geöffneten eichenen Flügeltüren in das mit Tromp l´oeil  Malerei verzierte Gartenzimmer. Der Glastisch vor dem Gartenzimmer ist ein Louis-XVI Tisch mit klassischer Gessomalerei in schwarz mit goldfarbenen Fassungen und reichhaltiger florentinischer Motivmalerei. Auffallend  sind die geschweiften Kreuzverbindungen.
Beim Blick in die Gegenrichtung entdeckt man das geschäftige Treiben durch die Glastür im Salon Udo Walz. Auch die Sichtachse in Richtung Empfang, entlang der Aufzüge, öffnet sich durch die Verglasung und gibt den Blick auf das Geschehen frei.

Lesen Sie alle Beiträge dieser Serie:
Historische Baukunst erleben – Ein Hotelrundgang im Louisa´s Place
Unsere Lounge
Unsere historische Bibliothek
Unser Gartenzimmer
Etagenfluchten mit Seele
Unser Wellnessbereich

Historische Baukunst erleben – Ein Hotelrundgang im Louisa´s Place

Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Louisa´s Place

Mit unserer neuen Beitragserie möchten wir Sie auf einen Rundgang mitnehmen; einen architektonischen Rundgang durch unser Louisa´s Place am Kurfürstendamm. Wir zeigen Ihnen unsere detailreiche Innenausstattung und bieten Ihnen interessante Hintergrundinformationen zu einzelnen Dekorationselementen.

Gartenzimmer im Louisas Place

Unser Gartenzimmer

Das Innere unseres Louisa´s Place präsentiert sich im sogenannten Berlin-Preussischen Stil. Dieser Begriff  ist aus architektonischer Sicht jedoch nicht ganz korrekt. Gemeint ist der für Berlin und Potsdam prägende Stil des Klassizismus im Sinne Schinkels, Perseus´ und anderer Baumeister.
Sei es in unserer Bibliothek mit ihren Boiserie-Vertäfelungen, in der Lounge mit ihren Stofftapeten und Heliogravuren oder dem dezenten Gartenzimmer mit seiner Trompe l´oeil  Malerei – überall zeugt das Haus von seiner großbürgerlichen Tradition in Kombination mit behutsam ergänzten modernen Standards. Beim Meublement gehen antikes und modernes Dekor eine Symbiose in zeitgenössischer Ästhetik ein. Stilbewusste Architekturtreue kennzeichnet die gesamte Inneneinrichtung. Kassettierungen, Stuckpilaster sowie Sichtachsen sind die grundlegenden Gestaltungselemente in all unseren Räumlichkeiten. Einladende Grosszügigkeit und höchster Komfort setzen sich auch in unseren Suiten fort. Sanfte Naturfarbtöne, helle Wände und wiederkehrende Dekorelemente schlagen die gestalterische  Brücke zu den öffentlichen Bereichen.

Gestaltet wurde das Interieur von der Berliner Innenarchitektin Etchika Werner. Ausgezeichnet als Haute-Couture-Inneneinrichter (-in) 2000, startete die Berlinerin vor mehr als 25 Jahren mit einer Fülle von neuen Ideen für Formen und Farben. Zu einer Zeit des „Braun-Beige“  setzte sie in eigenen Kollektionen für Teppiche, Dekorationsstoffe und Keramiken Trends zum ungewöhnlichen Ambiente. Ihre frühe Verbundenheit zu feinsten Textilien von höchster Qualität blieben dabei  immer wichtiger und bestimmender Bestandteil ihre anspruchsvollen innenarchitektonischen Entwürfe und Ausstattungen. Die zurückhaltende Schlichtheit einfarbiger Baumwoll- und Leinenstoffe rundeten  das Spektrum ihrer textilen Gestaltung ab. Nach Ihren individuellen Entwürfen wurden in handwerklicher Perfektion Fensterdekorationen, textile Wandbespannungen und nobel-elegante Tischwäsche gefertigt.

Historische Bibliothek im Louisas Place

Unsere historische Bibliothek

Die Detailgestaltung in den einzelnen Räumlichkeiten unseres Hotels möchten wir Ihnen in den weiteren Beiträgen näher vorstellen. Viele interessante architektonische und künstlerische Details können Sie hier erfahren und bei Ihrem nächsten Besuch selbst entdecken. Folgen Sie uns auf unserem Rundgang durch unser Louisa´s Place Berlin!

Lesen Sie alle Beiträge dieser Serie:
Der Empfang im Louisa´s Place
Unsere Lounge
Unsere historische Bibliothek
Unser Gartenzimmer
Etagenfluchten mit Seele
Unser Welnessbereich

Friederisiko – Privataudienz beim König

Aktivitäten, Allgemein, Geschichte, Kultur

Friedrich der Grosse ©SPSG, Foto: Wolfgang Pfauder

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Sollten Sie schon einmal von einem König gehört haben, der die Kartoffel nach Preussen brachte und dessen Knauserigkeit sprichwörtlich ist, dann sollten Sie diese Ausstellung lieber nicht besuchen, denn nichts von alledem werden Sie hier wiederfinden.
Aber auch als Interessierter für preußische Geschichte im Allgemeinen und Friedrich II. im Speziellen, sollten Sie vor Ihrer Audienz ein paar Hausaufgaben machen. Die Ausstellung ist derart umfangreich, dass sich die Ganzheit im Rahmen eines Besuches nur schwer erleben lässt. Daher sollten Sie im Vorfeld die Themengebiete auswählen, die Sie besonders interessieren. Dazu bietet sich die gleichlautende Internetseite der Ausstellung an.  Nach der Besichtigung Ihrer Favoriten vor Ort entscheiden Sie einfach spontan welche Gebiete Sie außerdem ansehen möchten. Die Ausstellung ist nicht zu vergleichen mit den Ihnen vielleicht bekannten Schlossbesichtigungen, während derer Sie von Objekt zu Objekt lustwandeln und sich an der Pracht der Räume und des antiken Interieurs erfreuen. Nein, hier ist intellektueller Einsatz gefragt und ein historisches Grundwissen über das 18. Jahrhundert ist von Vorteil. Damit sind Sie gut vorbereitet, um in die charakterlichen Tiefen Friedrich II. einzutauchen.

Seine königliche Hoheit lässt bitten!

Marmorsaal ©SPSG, Foto: Hans Bach

Das Besondere ist die Tatsache, dass fast das gesamte Neue Palais (72 Säle) für die Besucher zugänglich ist. Somit werden Sie auch  Räume entdecken, die ihrer Restaurierung noch harren und üblicherweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Sie können sich innerhalb des Schlosses fast uneingeschränkt bewegen und Ihren Weg frei wählen. Bleiben Sie nur strikt auf den maulbeerfarbenen Pfaden und öffnen Sie nur Türen mit einer grünen Papierrosette an Knauf. Zur Auswahl stehen 12 Themengebiete, davon führt ein Thema durch den Schlosspark. Geführt werden Sie durch einen Audioguide, der Ihnen in jedem Raum interessante Informationen und Hinweise zum Gesamtkontext der Räume und Exponate bietet. Im Begleitheft finden Sie zu jedem Ausstellungsraum die passende Nummer für den Audioguide sowie interessante Hintergrundinformationen zu jedem einzelnen Exponat. Die Nutzung beide Begleiter ist im Ticketpreis enthalten und stehen Ihnen auch  für das Gartenthema zur Verfügung.

Die königlichen Top 3

Hier sind unsere Top 3 der Themengebiete, die Sie auf keinen Fall auslassen sollten

Königsbilder
Im Marmorsaal des Obergeschosses finden Sie eine beeindruckende Sammlung von Portraits und Darstellungen des Königs, die während seiner Lebenszeit entstanden sind. Die Abbildungen reichen von offiziellen Portraits über Karikaturen bis zum Abguss der Totenmaske. Entdecken Sie, wie Markenbildung und Anheizen der Nachfrage durch Verknappung schon im 18. Jahrhundert funktionierten.

Tagesgeschäft

Königliche Tabatière

©Paris, Musée de Louvre, Départment des Objets, d`Art. Foto: Martine Beck-Coppola

In der Wohnung, die Friedrich im Neuen Palais bewohnte, finden Sie persönliche Dinge aus seinem Privatbesitz. So gehören einige Schnupftabakdosen aus seiner umfangreichen Sammlung ebenso dazu wie seine Flöte und sein Notenpult. Der strikt durchgeplante Tagesablauf des Königs wird in den 10 Räumen für Sie erlebbar gemacht. Die Einrichtung ist zum Großteil noch authentisch und ermöglicht überraschende Einsichten zu seinen Vorlieben und seinem Alltag.

Verhältnisse
Direkt neben der Königswohnung können Sie die wichtigsten Wegbegleiter und Vertrauten seines Lebens näher kennenlernen. Von Einigen hat er sich vor Ablauf der Zeit abgewendet, Andere hat die Zeit ihm genommen.  Gegen Ende seines Lebens zog er sich menschlich mehr und mehr zurück und bevorzugte die Gesellschaft seiner Hunde. Sehr interessante Exponate verdeutlichen den Stellenwert bedeutender Persönlichkeiten seiner Zeit für den Menschen Friedrich.

Da die Ausstellung nur bis zum 28. Oktober 2012 zu sehen sein wird, sollten Sie sich beeilen! Eine Verlängerung wird es wohl nicht geben, da einige der Exponate internationale Leihgaben sind, die an ihrem angestammten Platz zurückerwartet werden. Das Neue Palais wird über die Wintermonate geschlossen, die Ausstellung wird rückgebaut und  umfangreiche Sanierungsarbeiten im Rahmen des Masterplanes  schließen sich an. Erst im Frühjahr 2013 wird das etablierte Führungsprogramm im neuen Palais wieder angeboten.

Quellen:
www.spsg.de
www.friederisiko.de

Unsere Königin-Luise-Sommertour

Aktivitäten, Beitragsserie, Berlin, Geschichte, Kultur

Wie Sie sicher wissen, ist Königin Luise die Namenspatronin unseres Hotels am Kurfürstendamm. Aber Hand aufs Herz; was wissen Sie darüber hinaus über sie?

Schloss Paretz

Schloss Paretz ©SPSG, Foto: Michael Lueder

Gehen Sie mit uns auf Spurensuche in den Schlössern, Parks und Gärten in Berlin und Brandenburg. Wir stellen Ihnen die Orte vor, an denen sich Königin Luise Zeit Ihres Lebens aufgehalten hat. Einige zählten zu den Lieblingsorten der Königin. Andere entstanden erst nach Ihrem früheren Tod und halten die Erinnerung an Sie bis heute lebendig.

Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg Berlin ©SPSG, Foto: Hans Bach

In regelmäßigen Abständen werden wir Ihnen an dieser Stelle Touren und Orte vorstellen, die für den Geschichtsinteressierten ebenso interessant sind, wie für den Ausflügler. Entdecken Sie für sich neue Ausflugsziele oder lernen Sie bekannte Orte unter einem neuen Aspekt kennen.

Folgen Sie uns also auf den Etappen unserer Königin-Luise-Sommertour!

Die Pfaueninsel
Die Luiseninsel im Tiergarten
Schloss Charlottenburg